Rear Delt Fly: Welche Muskeln arbeiten und die besten Alternativen
Welche Muskeln trainiert der Rear Delt Fly? Primär der hintere Deltamuskel, sekundär obere Rücken- und Rotatorenmanschette. Technik, Programmplatzierung und 4 Alternativen.

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Der Rear Delt Fly trainiert primär den hinteren Deltamuskel (posterior deltoid). Sekundär belastet er die mittleren/anterioren Anteile kaum, dafür aber Trapez (mittlerer Teil), Rhomboiden, Außenrotatoren der Rotatorenmanschette (infraspinatus, teres minor) und allgemein die obere Rückenmuskulatur.
Welche Bewegungsrichtung und welcher Anteil der Schulter wird genau trainiert?
Der Rear Delt Fly ist im Grunde eine Horizontale Abduktion/Horizontalextension der Schulter kombiniert mit leichter Außenrotation. Ziel ist es, die Kraft in der hinteren Schulter zu erhöhen und die aktive Stabilität der Schulterblattposition (Scapula) zu verbessern. Wenn du die Ellbogen etwas gebeugt hältst und den Impuls durch die Schulter führst, lastet der größte Anteil der Arbeit auf dem hinteren Delt.
Wie baust du den Rear Delt Fly technisch korrekt aus?
- Ausgangsposition: Hüftbeuge mit neutraler Wirbelsäule (Rumpf ca. 30–45° vorgebeugt) oder Brust auf einer Schrägbank für Brust-Unterstützung.
- Ellbogen: leicht gebeugt (ca. 10–20°), nicht durchgestreckt.
- Bewegung: Hebe die Arme seitlich nach außen/hinten, führe das Gewicht über die Ebene der Schulter hinweg und führe die Kontraktion am höchsten Punkt kurz zusammen.
- Tempo: 1–2 s konzentrisch, 1–2 s exzentrisch.
- Last: Wähle ein Gewicht, bei dem du 8–20 saubere Wiederholungen schaffst ohne Schwung.
Sicherheitsnote: Bei stechenden oder scharfen Schmerzen sofort abbrechen und eine qualifizierte Fachperson konsultieren. Dieser Text ist keine Diagnose.
Wo gehört der Rear Delt Fly ins Trainingsprogramm?
- Reihenfolge: Als Assistance-Isolationsübung typischerweise nach schweren Drück- oder Zugübungen (z. B. nach Bankdrücken oder Klimmzügen).
- Frequenz: 2-mal pro Woche liefert normalerweise beste Ergebnisse für Hypertrophie/Balance.
- Volumen: 6–12 Arbeitsätze pro Woche pro Schulter. Praktische Verteilung: 3 Sätze x 2 Sessions oder 4 Sätze x 2 Sessions.
- Zielbereiche: 8–12 Wiederholungen für Hypertrophie, 12–20 für Ausdauer/Schulterstabilität. Für reine Maximalkraft ist die Übung ungeeignet.
Welche Fehler reduzieren die Wirksamkeit?
- Zu viel Schwung durch Rumpfdrehung.
- Übermäßiges Heben der Schultern (Trap-dominant).
- Zu schwere Gewichte mit vollem Armstrecken.
- Kein gezieltes Ansteuern der hinteren Schulter (Animation durch Arme statt Schulter).
Welche Alternativen gibt es und wann wählst du welche?
- Bent-over Dumbbell Rear Delt Fly (vorgebeugt, freie Hanteln)
- Warum: Sehr zugänglich, gute kinästhetische Kontrolle, leicht progressiv belastbar.
- Wann wählen: Wenn du nur freie Gewichte hast und Kern-/Hüftstabilität trainieren willst. Gut bei fehlender Maschine.
- Nachteil: Rumpfbeteiligung kann cheatend wirken, Technik wichtig.
- Reverse Pec Deck / Machine Rear Delt Fly
- Warum: Fixe Bewegung, minimaler Rumpfeinsatz, konstante Spannung.
- Wann wählen: Wenn du bei Ermüdung saubere Technik brauchst, Arthro-sensible Schultern hast (steife Bewegungskurve) oder gezielte Isolationsarbeit willst.
- Nachteil: Weniger übertragbar auf freie Bewegungsmuster.
- Face Pull (mit Seil/Trx)
- Warum: Betont äußere Rotation der Schulter + hintere Delt, stärkt Rotatorenmanschette und Scapula-Stabilisatoren.
- Wann wählen: Bei Schulterinstabilität, zur Prävention/Reha oder wenn du vorwiegend die Außenrotatoren stärken willst. Ideal als Aufwärm- oder Ergänzungsübung.
- Nachteil: Weniger isolierte horizontale Abduktion als Rear Delt Fly, technisch anspruchsvoller auf saubere Zugrichtung.
- Chest-supported Rear Delt Fly (auf Schrägbank)
- Warum: Minimiert Rumpf- und Schwunganteil, sehr gezielte Belastung des hinteren Delts.
- Wann wählen: Wenn dein Rücken/unterer Rücken empfindlich ist oder du maximale Muskelroutine ohne Cheating willst. Gut bei Plateau, um besser zu kontrahieren.
- Nachteil: Bedarf einer Schrägbank; weniger Rumpfstabilitätstraining.
- Einarmige Kabel-Seitenzug (High to Low, Rear Delt Focus)
- Warum: Konstante Spannung über den ROM mit leichter Variation des Ziehwinkels.
- Wann wählen: Bei Plateau, wenn du die Belastung besser feinenstufig steuern willst oder asymmetrische Schwächen ausgleichen musst.
- Nachteil: Kabelzug erforderlich.
Wie löst du Plateaus beim Rear Delt Fly?
- Erhöhe Trainingsvolumen moderat: +1–2 Sätze pro Woche bis 12 Sätze.
- Wechsle das Werkzeug: Maschine statt Kurzhantel oder umgekehrt.
- Nutze mechanische Spannung: langsamere Exzentrik (2–3 s).
- Priorisiere Qualität: Chest-supported Variante für bessere Muskelansteuerung.
Kurze Programmbeispiele (Praktisch)
- Rudertag 1: Klimmzüge/Rankingzug, 3 Sätze schwere Reihen, 3 Sätze Bent-over Rear Delt Fly (10–12 Wdh).
- Rücktag 2 (leichter): Face Pull 3 Sätze x 12–20 Wdh + Reverse Pec Deck 3 Sätze x 10–15 Wdh.
Abschließende Hinweise zur Sicherheit
- Stoppe bei akuten, stechenden Schmerzen und konsultiere eine Fachperson.
- Beginne mit leichteren Gewichten, um Mobilität und Ansteuerung aufzubauen.
- Achte auf gleichmäßige Belastung beider Seiten, um Dysbalancen zu vermeiden.
Ein Satz zum Schluss: Der Rear Delt Fly zielt direkt auf den hinteren Deltamuskel und ist in den meisten Programmen eine effiziente Isolationsübung — wähle alternative Varianten je nach Ausrüstung, Beschwerden oder um Plateaus gezielt zu bearbeiten.
Weitere Tools zur Programmverwaltung oder zum Vergleich von Maschinen vs freien Übungen findest du in der RepBro-App und im Vergleichsbereich: RepBro und https://www.repbro.app/vs
Frequently asked questions
- Ist der Rear Delt Fly gut für die Haltung?
- Ja: als Teil eines ausgewogenen Oberkörperprogramms stärkt er die hintere Schulter und oberen Rücken und kann muskuläre Ungleichgewichte reduzieren, wenn regelmäßig und mit korrekter Technik trainiert.
- Wie oft pro Woche sollte ich Rear Delt Flys machen?
- 2-mal pro Woche ist effizient. Ziel: 6–12 saubere Arbeitssätze pro Woche pro Schulter (z. B. 3 Sätze x 2 Sessions oder 4 Sätze x 2 Sessions).
- Kann ich Rear Delt Flys mit Bands machen?
- Ja. Widerstandsbänder sind eine solide Option bei begrenzter Ausrüstung oder bei Reha; achte auf saubere Technik und progressive Belastung.


